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Der Gutenhof – ein Ort langer Historie, vieler Geschichten und vieler Namen. Der Gutenhof hieß 1108, im Mittelalter noch Utendorf und wurde 1120 erstmals urkundlich als Outendorf erwähnt. Als 1485 der ungarische König Matthias Corvinius Wien eroberte, blieb auch Utendorf von Plünderung und Bränden nicht verschont. Auch die folgenden Zeiten waren von Unruhen geprägt. Erst nach dem Ende der ersten Türkenbelagerung wurde es zum Gestüt für den damaligen König und späteren Kaiser Ferdinand 1. ernannt. 1622 verschenkte Kaiser Ferdinand 2. das Landgut an Leonhard Freiherr von Herberstein. Als im Revolutionsjahr 1848 die Grundherrschaft abgeschafft wurde, entstand aus dem bisherigen Landgut eine Ortsgemeinde. Der jeweilige Besitzer war damit zeitgleich der Bürgermeister der Gemeinde. Als der Gutenhof 1878 etwa 100 Einwohner zählte, kaufte ihn Franz Mayr Freiherr von Melnhof. 1903 erwarb Käthe Dreher, die Ehefrau des Schwechater Brauherrn Anton Dreher 2. und Besitzerin der Simmeringer Brauerei, das Landgut und verpachtete es bis auf weiteres. Bei ihrem Tod erbte ihre Enkelin Katharina Wünschek-Dreher den Gutenhof, nach dessen Tod wiederum ihre Enkelin, in diesem Falle, Diana Wünschek das Anwesen erbte. Bis heute befindet sich der Gutenhof in ihren Händen. Seither wurde die Landwirtschaft erhalten, das Landgasthaus "Zum Guten Hirten" revitalisiert und der historische Hof um die neuen Fassetten des Golfplatzes und des Reitsportzentrums erweitert. |